Praxis für Legasthenie Training Elisabeth Täubert in Fürth/Odw

Legasthenie – was ist das eigentlich?

Von Legasthenie spricht man, wenn Menschen Schwierigkeiten haben, das Lesen, das Schreiben und/ oder Rechnen auf die herkömmliche Art und Weise zu lernen. Diese Schwierigkeiten entstehen durch die besondere Wahrnehmung der Legastheniker: Die Bedeutung der Symbole (Buchstaben, Zahlen) erschließt sich ihnen nicht auf Anhieb. Lesen und Schreiben zu können ist in unserer Gesellschaft unverzichtbar. Bloßes Pauken und Drill bringen jedoch keinen Erfolg. Im Gegenteil: Eltern und Kind geraten unter Druck, sind frustriert, der Umgang miteinander ist beeinträchtigt.

 

Voraussetzung für ein erfolgreiches Training ist ein fundiertes Wissen um die Problematik und Verständnis für die Situation der Kinder.

Legasthenie sagt übrigens NICHTS darüber aus, wie intelligent ein Mensch ist. Weltweit haben ca. 10 % aller Menschen diese biogenetische Veranlagung. Sie sind oft auffallend kreativ, musisch und technisch begabt.

Mit Legasthenietraining biete ich an:

  • Durch den pädagogischen AFS-Test wird spielerisch festgestellt, ob eine Legasthenie - oder LRS - besteht und welche Wahrnehmungsbereiche eventuell einer Förderung bedürfen.
  • Ein individuell auf das Kind abgestimmtes Einzeltraining nach den neuesten Erkenntnissen der Forschung wird konzipiert.

Das beinhaltet:

  • Übungen zur Steigerung der Aufmerksamkeit
  • Ganzheitliches, abwechslungsreiches Training der entsprechenden Sinneswahrnehmungen
  • Gezieltes Arbeiten an der Fehlersymptomatik (Rechtschreibung, Lesen)

Mein Ziel:

Selbstbewusste Kinder mit Spaß am Lernen!



Meine Arbeit mit legasthenen Kindern

Zu Beginn jeder Trainingsstunde ist es wichtig für mich zu sehen, in welcher Verfassung das Kind ist. Wie geht es ihm, ist es angespannt, bedrückt oder gelassen, fröhlich und bereit, sich auf unser Training einzulassen? Entsprechende Übungen führe ich am Anfang der Stunde durch: Zum "Runterkommen" oder Entspannen, zum Konzentrieren, Fokussieren, mal still, mal mit Bewegung, je nachdem, was gerade gebraucht wird. Da die Kinder meist Hausaufgaben von mir bekommen haben, gehen wir diese dann zusammen durch: Was war leicht, was schwer? Was wurde nicht verstanden? Und: Was gibt es in der Schule momentan für Schwierigkeiten? Gibt es ein spezielles Thema, das aktuell nicht verstanden wird?

 

Der weitere Verlauf der Stunde ist so unterschiedlich wie die Kinder! Wir lesen Witze, lustige oder spannende Kindergeschichten, mit den Älteren auch Romane. Lautes, sinnerfassendes Lesen ist für viele legasthene Kinder schwer und daher mit Angst besetzt. In der entspannten, geschützten Atmosphäre bei mir können sie das üben. Wir trainieren die Sinneswahrnehmungen, die von der Norm abweichen. Das kann mit den unterschiedlichsten Spielen oder Arbeitsblättern geschehen, schriftlich oder mündlich.

 

Es kann um das Hören und Unterscheiden von Lauten gehen (phonologische Bewusstheit), um das Merken von Lauten oder Lautfolgen. Es kann um die optische Unterscheidung von Buchstaben und Wörtern oder das Abspeichern gehen. Wir erarbeiten schwierige Wörter, auch Rechtschreibregeln und Grammatik, manches auch am PC. Die meisten legasthenen Kinder arbeiten gerne am Computer. Mit einer modernen Lernsoftware können sie so ihre Fähigkeiten verbessern, ohne das Gefühl zu haben, "lernen" zu müssen.

 

Mir liegt am Herzen, dass die Kinder (und die Eltern!) verstehen, woher ihre Probleme kommen. Es liegt nicht an ihnen, sie sind nicht dumm oder faul! Sie müssen mehr üben als andere Kinder, brauchen mehr Zeit. Aber letztendlich können sie das gleiche erreichen wie nicht-legasthene Kinder.

Besser noch: Sie haben sehr oft Talente, die die anderen nicht haben: Sportlichkeit, Musikalität, hohes handwerkliches und technisches Verständnis, verblüffende Kreativität. Das Verständnis ihrer Problematik zusammen mit dem Training führt über einen längeren Zeitraum zu Verbesserung der Lese-Rechtschreib-Leistungen, zu mehr Selbstbewusstsein und Gelassenheit. Das hilft der ganzen Familie!